Gitterträger: Der perfekte Helfer für Überbrückungen aller Arten

Gitterträger sind für den Aufbau von Fassadengerüsten häufig unerlässlich. Liegt eine bauliche Notwendigkeit – beispielsweise eine Durchfahrt – vor, dienen sie der Überbrückung mehr oder weniger großer Spannweiten. Im folgenden Beitrag erfährst du alles Wichtige über den Einsatz der praktischen Helfer im Gerüstbau sowie verschiedene Arten von Gitterträgern.

Einsatzmöglichkeiten von Gitterträgern im Gerüstbau

Als Elemente für die Überbrückung von Distanzen unterstützen Gitterträger beispielsweise bei der Ortgangsicherung öffentlicher Wege und Brücken. Im Gerüstbau werden sie in Rahmengerüste integriert, um bestimmte Elemente in Fassaden zu überbrücken. Dazu zählen beispielsweise Ein- oder Durchfahrten, Erker und Vorsprünge. Durch ihre spezielle Konstruktion sind sie geeignet, um auch größere Spannweiten zu überbrücken und dabei schwere Lasten zu tragen. Gitterträger werden mit Hilfe von Ober- und Untergurten am Gerüst befestigt und durch Kupplungen zusammengebaut.

Zuverlässige Helfer sind Gitterträger auch in ihrer Funktion als Brücken für Kabel. Als sogenannte Gitterträgerdecken werden sie außerdem als Tragkonstruktionen für Dächer und Wetterschutzhallen eingesetzt. Darüber hinaus können Gitterträger bei Fassaden mit feingliedriger Bauweise verwendet werden und als Anschluss an Gerüste mit Normalkupplungen dienen. Aus diesem Grund eignen sie sich auch als Aussteifungen für Sonderkonstruktionen, beispielsweise Fluchttreppen. Gitterträger machen zudem den Anschluss an die sehr wichtigen Gerüstkupplungen möglich, eine der wichtigsten Befestigungsmaterialien im Gerüstbau.

In der Regel bieten die verschiedenen Gitterträger-Hersteller unterschiedliche Typen der Überbrückungs- und Tragkonstruktionen an. Als Gerüstteile, die an kein bestimmtes Gerüstsystem gebunden sind, sind Gitterträger universell einsetzbar und lassen sich in jedes Gerüst integrieren. Außerdem können sie trotz ihres geringen Gewichts große Lasten tragen. Natürlich werden Gitterträger aber in Länge, Höhe und Rohrdurchmesser an die Gegebenheiten vor Ort angepasst und je nach Auftrag dimensioniert. Um den passenden Gitterträger zu erhalten, braucht man die folgenden Maße: Gitterträgerhöhe, Untergurtdurchmesser, Obergurtabmessung sowie Diagonalendurchmesser.

Für die Montage von Gitterträgern bei der Verwendung in Gerüsten sind unter Umständen weitere Gerüstteile notwendig. Dabei kann es sich um folgende Bauteile handeln:

  • Gitterträger-Kupplung: Bei der Montage können die Kupplungen beispielsweise für die Befestigung eines Gitterträgers an einem Stellrahmen genutzt werden.
  • Gitterträger-Verbinder: Wie die Gitterträger-Kupplungen kommen Verbinder vor allem bei Sonderkonstruktionen zum Einsatz. Sie dienen der stabilen Verbindung von Gitterträger und Gerüst, wenn der Abstand, der überbrückt werden soll, oder die zu stabilisierenden Teile das Standardmaß überschreiten.
  • U-Profile: Die Profile vereinfachen die Integration von Gitterträgern, egal welcher Länge und Anforderung. Sie werden mit ihrer Halbkupplung auf dem Obergurt des Gitterträgers montiert. Dort verhindern sie (ähnlich wie ein U-Riegel), dass Gerüstbeläge aufgenommen werden.
  • Auflageriegel

Du bist begeisterter Heimwerker und möchtest einen Gitterträger kaufen, weil du den Rahmen deines Gerüsts nicht durchgehend aufbauen kannst? Du arbeitest im Handwerk und musst einen Gitterträger mieten, um die Tordurchfahrt an der Fassade eines Kunden zu überbrücken? In beiden Fällen ist zunächst eine gründliche Bemessung vorzunehmen. Häufig werden für Gitterträger Spannweiten zwischen drei und 30 Metern angeboten, die Regelweiten dagegen belaufen sich auf 12 Meter. Auch die Trägerhöhen variieren und müssen daher individuell festgelegt werden. Welche Lasten der Gitterträger aushalten wird, hängt von diesen Abmessungen sowie vom Werkstoffeinsatz ab. Entscheidend sind außerdem die Lasteintragung in Ober- und Untergurt sowie der Abstand der seitlichen Abstützungen.