Drohnen im Gerüstbau: besserer Service und neue Geschäftsfelder

Drohnen im Gerüstbau: besserer Service und neue Geschäftsfelder

Auch im Handwerk wird die Digitalisierung immer mehr zum Standard. Man erschließt sich neue technische Möglichkeiten, um Arbeitsabläufe zu vereinfachen und die Sicherheit zu erhöhen. Drohnen in der Arbeitsvorbereitung erweitern traditionelle Geschäftsmodelle und machen Unternehmen wettbewerbsfähiger. Digitales Denken setzt sich auch in der Gerüstbau Branche immer stärker durch, denn die Technik vergrößert das Unternehmensportfolio ebenso wie die Effizienz der Arbeitsvorbereitung. Dank präziser Luftaufnahmen werden das Firmenangebot für Bestands- und Neukunden und das Image des Betriebes deutlich interessanter.

Drohnen auf der Baustelle: viel mehr als Filmen aus neuer Perspektive

Multicopter sind schon lange kein Spielzeug mehr, sie werden regelmäßig in Handel und Industrie eingesetzt. Auch fürs Handwerk bringen sie viele Vorteile. Nicht umsonst gibt es im deutschen Luftraum fast 20.000 gewerblich genutzte Drohnen und es werden immer mehr. In allen Gewerken, für die Arbeit auf der Baustelle Standard ist, können Drohnen besondere Vorteile ausspielen. 

Drohnen sind mittlerweile so wichtig, dass Handwerkskammern regelmäßig Drohnen-Seminare durchführen. Dank ihrer präzisen Luftbilder können Handwerker ihren Kunden zusätzliche und effizientere Dienstleistungen anbieten. Sogar neue Geschäftsmodelle sind möglich. Drohnen unterstützen Gerüstbau-Unternehmen zum Beispiel darin, ihren Servicebereich auszuweiten. Präzise Bilder und Scans aus unterschiedlichen Perspektiven machen die Gerüstbauplanung leichter, denn Objekte können nun von innen und außen leicht gefilmt werden. Die Drohne liefert Vermessungsdaten, erlaubt Sichtprüfungen, kann aus der Luft Wärmebildaufnahmen machen und ermöglicht auf Basis der ermittelten Daten und Bilder erstklassige 3D-Modelle. Nicht nur Planer und Gutachter, auch Handwerksunternehmen im Bereich Restaurierung und Energieberatung profitieren von diesen neuen Möglichkeiten.

Inspektion mit der Drohne: Kostenreduktion und Zeitersparnis

Etwas aus der Nähe betrachten zu können, für das sonst Hubwagen, Leitern und Gerüst notwendig sind, ist sicher der größte Vorteil von ferngesteuerten Flugobjekten. Im Baubereich sind sie ideal für die Vermessung, Inspektion und Präsentation von Gebäuden. Ausgestattet mit einer Digital- oder Wärmebildkamera können die unbemannten Flugmodelle Schäden an Gebäuden lokalisieren, Dachflächen und Fassaden ausmessen, Energieverluste aufdecken und alles dokumentieren. Drohnen erfassten Flächen zentimetergenau. Flächen lassen sich so ganz neu berechnen, denn das umständliche und nicht immer exakte Ausmessen von Hand entfällt. Auch schwer zugängliche Bereiche wie Gauben oder Schornsteine sind nun leicht zu begutachten. Exposés und Webseiten können nun attraktiv aufbereitet und damit neue Kunden angesprochen werden. Details zoomt die Drohnenkamera direkt live heran oder sie werden später am Rechner vergrößert, um genau einzugrenzen, welche Reparaturen anfallen werden.

Rechtliche Grundlagen zum Einsatz von Drohnen

Für den Betrieb von Drohnen gibt es klare Regeln. Alle unbemannten Luftfahrtsysteme mit einem Startgewicht von mehr als 250 g müssen eine Adressplakette tragen, damit der Halter im Schadensfall schnell festgestellt werden kann. Ferner ist ein Kenntnisnachweis (Pilotenlizenz oder Prüfungsbescheinigung einer vom Luftfahrtbundesamt genehmigten Stelle) zu erbringen. Für den Betrieb einer Drohne muss man mindestens 16 Jahre alt und von einem anerkannten Luftsportverein eingewiesen worden sein. Ferner sind Datenschutz- und Urheberrechte zu beachten, sonst drohen hohe Geldstrafen. Mehr Details beim Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.